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Mit Kaffee wacher durch die Arbeitswoche – 10 Mythen über Kaffee

Urpsrünglich unter einem schlechten Ruf, seit einigen Jahren aber mit Lob überhäuft. Auch die Wissenschaft attestiert dem Kaffee Bestnoten. Doch stimmt das alles?

Wer kennt es nicht? Morgens kommt an an den Arbeitsplatz, doch die Müdigkeit lässt einen noch nicht so richtig durchstarten. Erstmal eine Tasse Kaffee.

Seit etwa einem Jahr wurden neue Studien veröffentlicht, nach denen Kaffeegenuss (in Maßen) auf den Organismus äußerst positive Auswirkungen zeigt, ähnlich denen des Tees. Und doch halten sich zahlreiche Mythen über Kaffee, die wir hier einmal genauer unter die Lupe nehmen möchten.

1. Kaffee ist ein perfekter Verführer

„Zu dir oder zu mir?“ oder „Komm doch noch auf einen Kaffee mit rauf“ – Klassiker des Flirtvokabulars. Aber steigert Kaffee tatsächlich die Lust? Zumindest fördert er Kontakte, aus wissenschaftlicher Sicht gibt es aber keinen Einfluss auf die Libido.

2. Kaffee ist ein wahrer Fett-Killer

Es gibt Chlorogensäure im Kaffee und diese Substanz weist in der Tat fett-abbauende Effekte auf. ABER: Die Menge an Chlorogensäure im Kaffee ist viel zu gering. Kein Mensch kann so viel davon schlürfen, dass der Kaffee bewirkt, dass der Bauch kleiner wird.

3. Kaffee macht Sportler fit

Kaffee hat – anders als Alkohol – keine negativen Auswirkungen auf Kondition und Muskelaufbau. Wichtig sind allerdings die Zutaten: Wer Muskeln aufbauen will, sollte Milch und Zucker in den Kaffee mischen. Zucker liefert dem Körper Energie und puscht die Leistung. Milch enthält Eiweiß und Kalzium und unterstützt dadurch die Muskelfunktion. Wer dagegen joggt, um abzunehmen, sollte den Kaffee schwarz genießen.

4. Kaffee lässt Haare sprießen

Das Koffein im Kaffee soll angeblich die Haare sprießen lassen. Ein Tässchen pro Tag reicht da allerdings bei weitem nicht aus. Um zum Beispiel die gleiche Menge Koffein zu uns zu nehmen, die einigen Shampoos enthalten ist, müssten wir 60 bis 80 Tassen pro Tag trinken! Nicht realistisch also.

5. Kalter Kaffee macht schön

Seit Großmutters Zeiten hält sich dieses Gerücht. Es geht sogar noch weiter zurück, nämlich entstammt der fernen Zeit des Barock. Als die Menschen gepuderte Perücken trugen, ihre Lippen rot bemalten und das Gesicht blass tünchten, verwischte dampfender Kaffee die Schminke der feinen Herrschaften. Ihre Schönheit zerfloss – weshalb unsere Vorfahren ihren Kaffee lieber kalt genossen.

6. Kaffee-Flecken sind hartnäckig

Ja und Nein. Je eingetrockneter der Kaffee-Fleck ist, desto hartnäckiger hält er sich. Deshalb ist rasches Handeln Pflicht. Am besten sofort kohlensäurehaltiges Wasser und etwas Geschirrspülmittel auf die Hinterlassenschaft tupfen dann den Stoff in die Waschmaschine stecken. Wer gerade nicht zu Hause ist und kein Geschirrspülmittel zur Hand hat, kann auch Seife verwenden. Ist der Fleck schon angetrocknet, helfen dagegen nur noch Gallseife oder Glycerin.

7. Kaffee entwässert den Körper

Stimmt so nicht. „Heute trägt Kaffee wie Tee zur täglichen Wasseraufnahme bei“, sagt der Bonner Kaffeeschulen-Gründer Mark Czogalla. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bestätigt das. Wasser dient also niemals dem Ausgleich durch Kaffee verlorener Flüssigkeit, sondern hilft den Geschmacksknospen der Zunge, die feinen Aromen des Kaffees zu spüren – ganz ähnlich wie ein Sommelier bei Weinproben die Ingredienzien edler Rebensäfte prüft.

8. Kaffee ist ein erschwingliches Massenprodukt

Stimmt! Zeiten ändern sich und Produkte wandeln ihr Image. Kaffee beispielsweise. Einst Luxusgut der Betuchten und des Adels, mauserte sich das Getränk zum Discounterprodukt. Im Supermarkt kostet Kaffee teilweise unter fünf Euro pro Pfund.

9. Kaffee vertreibt die Katerstimmung

Stimmt nicht! Jetzt helfen Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees oder heißes Wasser mit Zitrone. Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke wie Kola sind in solchen Stunden tabu, raten Ernährungsspezialisten. Denn das Koffein könnte – statt zu helfen – das Herzrasen beschleunigen. Stattdessen gleicht ein ausgiebiges Frühstück mit Vitaminen und Mineralstoffen die Dehydrierung und den Elektrolyt-Mangel aus.

10. Kaffeekapseln verursachen Müllberge

Kaffeekapseln sind für viele Genießer des aromatischen Wachmachers kaum mehr wegzudenken. Von Kritikern allerdings werden die praktischen Kapseln häufig beschuldigt, Müllberge zu verursachen. Dabei sind beispielsweise Nespresso Kapseln alles andere als Müll. Sie bestehen aus Aluminium, können so unendlich oft wiederverwertet werden und sind ganz klar ein Wertstoff.

Übrigens: In einem Wohnort, an dem der „Grüne Punkt“ keinen Müll einsammelt, nehmen die lokalen Wertstoffhöfe der Gemeinde die Kapseln ab und leiten sie zur Wiederverwertung. Aus den Kapseln können dann wieder völlig neue Dinge entstehen.

 

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